Akuter Tinnitus
Je früher man einen Tinnitus ärztlich behandeln lässt, desto größer sind die Heilungschancen. Der akute Tinnitus ist wie der Hörsturz ein HNO-ärztlicher Eilfall. Bewahren Sie aber Ruhe und geraten Sie nicht in Panik!
Der Arzt wird ihnen auf jeden Fall Ruhe und Erholung verordnen. Jede Art von Stress ist bei einem akuten Tinnitus daher zu meiden – dazu gehört auch die Aufregung über den Tinnitus selbst!
Gegebenenfalls ist es ratsam, den Betroffenen aus seiner Arbeitsumgebung und/ oder seinem häuslichen Umfeld herausgenommen, was einen Krankenhausaufenthalt zur Behandlung des Tinnitus bedingen kann.
Parallel dazu werden Medikamente zur Durchblutungsförderung eingesetzt. Die Wirksamkeit von durchblutungsfördernden Medikamenten ist jedoch nicht gesichert. Es gibt jedoch keine Untersuchung, die eine positive therapeutische Wirkung belegt. In den USA etwa wird auf die Verabreichung solcher Medikamente verzichtet und dem Patienten lediglich Ruhe verordnet.
Ein Tinnitus wird als akut bezeichnet, wenn er nicht älter als drei Monate ist. Lässt sich der Tinnitus nicht als Symptom einer bestimmten Krankheit erklären, die gegebenenfalls gezielt therapiert werden muss, wird der akute Tinnitus mit durchblutungsfördernden Medikamenten oder auch der hyperbaren Sauerstofftherapie behandelt. In vielen Fällen lässt sich hierdurch der Tinnitus beseitigen. In dieser Phase ist Beratung und Aufklärung über den Tinnitus und seine Ursachen, Auslöser sowie den medizinischen Hintergrund notwendig, wie auch das Erkennen von besonderen akuten Belastungsreaktionen.
Es ist das erste Ziel der ärztlichen Tätigkeit, den akuten Tinnitus nicht chronisch werden zu lassen.
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