Was hat Tinnitus mit Schwerhörigkeit zu tun?

Vielfach treten die ungeliebten Ohrgeräusche, die auch als Tinnitus bekannt sind, in Verbindung mit einer Verminderung des Hörvermögens auf. Die Ursachen für beide Erkrankungen sind oftmals ähnlich gelagert. Durch häufige und andauernde Lärmeinwirkung kommt es zur Schädigung der Sinneszellen im Innenohr, der sogenannten Schnecke. Dieses führt dazu, dass Umgebungsgeräusche nur noch deutlich verringert wahrgenommen werden. Eine Schwerhörigkeit entsteht.

 

Folgen der Schwerhörigkeit

Bei der Schwerhörigkeit fällt es den Patienten immer schwerer, sich mit ihren Mitmenschen zu unterhalten, da sie diese schlicht und ergreifend nicht verstehen können. Langfristig stört das ständige Nachfragen, was der Gegenüber jetzt gesagt hat, jede Unterhaltung und die unter der Schwerhörigkeit leidenden Patienten werden immer mehr von den Gesprächen ausgeschlossen. Das kann nun dazu führen, dass eine soziale Isolierung entsteht, die dem Betroffenen eine Teilnahme am öffentlichen, gesellschaftlichen Leben nicht mehr ermöglicht. Doch dies stellt längst nicht das einzige Problem einer Schwerhörigkeit dar.

Auch Umweltgeräusche werden bei dieser nämlich nicht mehr wahrgenommen. So können Betroffene weder das morgendliche Zwitschern der Vögel hören, noch das Knirschen von Schnee unter ihren Schuhen oder genauso einfach das Plätschern des Bachlaufs vor dem Haus. Dadurch entfernen sie sich immer weiter von der Umwelt und isolieren sich so noch weiter. Diese Reizverarmung kann bei Betroffenen dazu führen, dass sie in Depressionen verfallen, die ernsthafte Folgen nach sich ziehen können.

 

Wenn die Schwerhörigkeit mit Tinnitus einhergeht

Noch schwieriger wird es, wenn nicht nur eine Schwerhörigkeit vorhanden ist, sondern diese sogar noch mit dem Tinnitus einhergeht. Die Ohrgeräusche werden von den meisten Patienten als äußerst störend bezeichnet. Dabei ist dann oft die Rede von dekompensiertem Tinnitus, wie die Mediziner ihn bezeichnen.

Wenn diese Patienten nun Geräusche aus der Umgebung wahrnehmen, werden die Ohrgeräusche selbst leiser, es kommt somit zu einer Entlastung. Der Leidensdruck sinkt. Geht der Tinnitus nun mit einer Schwerhörigkeit einher, werden die Patienten dieser Möglichkeit beraubt. Sie können die Umgebungsgeräusche nicht richtig wahrnehmen und das führt dazu, dass der Leidensdruck stets bestehen bleibt.

Hierbei kann nur ein Hörgerät helfen, welches sich in erster Linie gegen die Schwerhörigkeit richtet. Da mit dessen Hilfe aber auch die Umgebungsgeräusche besser wahrgenommen werden können und diese die lästigen Ohrgeräusche des Tinnitus übertönen, kommt es zu einer Linderung beider Krankheitsbilder.

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