Was ist ein akutes Lärmtrauma?

Das akute Lärmtrauma ist eine der Ursachen, die für den Tinnitus verantwortlich sein können. Es ist oftmals nur schwer vom chronischen Lärmtrauma sowie dem Knalltrauma an sich abzugrenzen, da die Grenzen oftmals fließend sind. Hier erklären wir ihnen Weiteres über das Lärmtrauma.

 

Die Traumata im Überblick

Das Knalltrauma entsteht oft binnen Sekunden, schon ein einziger lauter Knall kann das Knalltrauma bewirken, wie es oft an Sylvester oder beim Einsatz von Schusswaffen geschieht. Das akute Lärmtrauma unterscheidet sich vom Knalltrauma dadurch, dass der Lärm über einige Minuten oder Stunden auf den Betroffenen einwirkt. Das heißt, dass es hier zu einer längeren Lärmbelastung kommt, die allerdings auch länger auf das Ohr einwirkt. Das akute Lärmtrauma verschwindet entsprechend meist erst nach 24 Stunden.

Dazu kommt noch das chronische Lärmtrauma. Dieses entsteht bei geringerer Lärmbelastung als die beiden vorgenannten, allerdings wird dieser der Körper längerfristig ausgesetzt. Hierbei spricht man auch von der sogenannten Lärmschwerhörigkeit. Das chronische Lärmtrauma kann beispielsweise durch häufige Besuche in der Diskothek, durch das Arbeiten mit dem Presslufthammer oder genauso die Arbeit in einer Druckerei entstehen. Es hält langfristig an und kann sich immer weiter verschlimmern.

 

Tinnitus als Folge

Kommt es zu einem Lärmtrauma, so wird der Betroffene erhöhtem Lärm ausgesetzt. Beim akuten Lärmtrauma kann das der Besuch eines Rockkonzerts sein oder gleichfalls das Zuschauen bei Motorrennen. Wird dieser Besuch einmalig durchgeführt, bildet sich das akute Lärmtrauma in der Regel zügig wieder zurück. Es kommt allerdings zum sogenannten Schallstress, der wiederum zu Stoffwechselstörungen führt. Diese findet in den Sinnzellen des Hörorgans im Innenohr statt. Es wird übrigens auch als Schnecke bezeichnet. Die Beeinträchtigung der Funktionsweise dieser Schnecke ist die Folge des akuten Lärmtraumas. Außerdem kann sogar eine direkte mechanische Beschädigung der Schnecke erfolgen.

Der Tinnitus, also das Ohrgeräusch, ist fast immer eine Folge eines akuten Lärmtraumas, selbst wenn er sich in der Regel binnen kurzer Zeit wieder zurückbildet. Wer jedoch schon einmal unter einem solchen akuten Lärmtrauma gelitten und den Tinnitus erlebt hat, sollte darauf achten, sein Gehör nicht erneut solchen Belastungen auszusetzen. Andernfalls kann es zu dauerhaften Funktionsstörungen der Sinneszellen im Innenohr kommen. Das führt dann zum chronischen Lärmtrauma, also der Lärmschwerhörigkeit. Kurzfristig kann aber auch das akute Lärmtrauma zu ähnlichen Folgen führen. Oftmals sind das Verständigungsschwierigkeiten oder eine vorübergehende Schwerhörigkeit. Insbesondere in lauten Umgebungen oder einem Einkaufszentren, in denen fast immer eine Hintergrundmusik dudelt, können sich die Betroffenen dann kaum mehr unterhalten.

Auch wenn das akute Lärmtrauma recht zügig wieder abklingt, kann es durch neuerliche Belastungen zu so erheblichen Verletzungen kommen, dass es sich schnell in ein chronisches Lärmtrauma wandelt, weshalb mit diesem nicht zu spaßen ist.