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Tinnitus

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Bei einem Tinnitus handelt es sich um die medizinische Bezeichnung für die Wahrnehmung von Geräuschen ohne eine Stimulierung des Hörapparats. Nach einer Studie der Deutschen Tinnitus-Liga sind in Deutschland etwa zehn Millionen Menschen von Tinnitus betroffen. Ca. 1,5 Millionen der von Tinnitus Betroffenen stehen dabei unter einem erheblichen Leidensdruck. Allgemein ist zu beobachten, dass mehr Frauen unter Tinnitus leiden als Männer. Zudem ist eine deutliche Häufung bei Menschen zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr zu verzeichnen. Allerdings ist zu beobachten, dass zunehmend auch Kinder und Jugendliche an Tinnitus erkranken.

Das Wort Tinnitus leitet sich vom lateinischen „tinnire" ab, was „klingeln, schellen" bedeutet und seit Mitte des 19. Jahrhunderts international verwendet wird. Die Erscheinungsformen des Tinnitus-Leidens von hohem Pfeifen über scharfes Zischen und Rauschen bis zu tiefem Brummen. Die meist äußerst unangenehmen, oft sogar unerträglichen Geräusche werden dabei in aller Regel nur den Betroffenen selbst wahrgenommen. Wichtig ist, dass Tinnitus ein Symptom, nicht aber keine Diagnose ist. Die Ursachen können höchstverschieden sein und sind weitgehend noch nicht vollständig geklärt.

Tinnitus kann die Lebensqualität von Betroffenen in sehr starkem Maße nachteilig beeinflussen. Die Ohrgeräusche stören bei der Konzentration, beeinträchtigen Erholungsphasen und beeinflussen die Hörfähigkeit. Manche Menschen können kaum noch schlafen und werden zu wahren "Nervenbündeln". Folge sind weitere Erkrankungen, meist psychischer Art.